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Indien & Himalaya Königreiche

Die göttliche Mutter
Durga, Kali, Uma, Laxmi, Devi, Shakti …

Sie zeigt sich in den verschiedensten Formen oder man teilt sie in die verschiedensten Aspekte auf. Laxmi, Parvati, Amba, Ambika, Gauri, Durga, Sarswati, Kali, Bahvani, Radha, Tadhika, Sati, Sita, Gang, Chamundi, Gauri, Chandi, Tara, Tripurasundari, Kundalini … das sind nur einige der Namen, die bekannt sind sowie Erscheinungsformen des einen Prinzips.

Denn es gibt nur eine Göttin oder einen Gott, bzw. nur ein göttliches Prinzip und das ist unendlich sowie alldurchdringend, unbegreiflich, nicht zu fassen und in allem innewohnend. Es gibt in Indien immer wieder philosophische Kontroversen, was die Idee des Gottes angeht, mit seinen Formen und Eigenschaften. Doch auch die Frage wird gestellt, welcher Gott oder welche Göttin die wichtigste ist.

So sind die meisten der gläubigen Hindus Anhänger Shivas, die man Shaivas oder Vaihnavas nennt, sie sind als Vishnu-Verehrer. Innerhalb des Sanathana Dharma (Hinduismus auch genannt) gibt es kleine Strömung, welche man Shaktas nennt, das sind diejenigen, die die göttliche Mutter verehren.

Shakti – das dynamische, weibliche und manifeste Prinzip

Die weiblichen Göttinnen – Shakti – sie stehen für das ganze Universum. Im Gegenteil dazu stehen die männlichen Götter eher für das Bewusstsein. Man bezeichnet die weiblichen Götter als Devi, die männlichen sind Devata. Beide Namen werden von dem Wort Strahlen oder Scheinen abgeleitet. Die Verehrung der göttlichen Mutter ist historisch gesehen nicht nur in Indien verbreitet und verwurzelt in der Lehre des Tantra. Man bezeichnet die Verehrer der göttlichen Mutter auch als Tantriker, da man in den meisten Formen des Tantra, besonders das weibliche Prinzip verehrt. Die beiden großen Wurzeln des Hinduismus sind Tantra und Veda, wobei im Veda eigentlich nur die männlichen Götter verehrt werden.

Laut Swami Sivananda heißt es, das es weder männlich noch weiblich gibt, sondern nur eine einzige Kraft, die sich in den unterschiedlichsten Gestalten zeigt.

Die wichtigsten Gestalten, die man von der göttlichen Mutter kennt, entsprechen den drei Wirkkräften im Universum. Das sind Sattwa, Rajas und Tamas und in selbiger Reihenfolge: Saraswati, Laximi & Parvati. Den männlichen Aspekten entsprechen Brahma, Vishnu und Shiva, welche man als die Trimurti oder Trinität bezeichnet. Zusammen werden die drei wichtigsten Göttinnen auch Raja Rajeshwari genannt.

Nachfolgend die wichtigsten Aspekte der einen Göttin, bzw. des Göttlichen oder kurz gesagt die wichtigsten Göttinnen:

Laxmi
Sie ist die Göttin der Schönheit, des Glücks, des Reichtums und der Fülle. Laxmi ist die Gemahlin Vishnus. Sie entstieg dem Wasser, als der Milchozean gequirlt wurde, als der große Kampf zwischen den Göttern und Dämonen um den Unsterblichkeitsnektar stattfand. Darstellungen zeigen sie mit vier Armen und zumeist mit zwei Elefanten auf einer großen Lotusblume. Sie trägt in zwei Händen Lotusblüten, eine Handfläche zeigt nach unten, als eine gebende Geste und die andere nach oben als segnende Geste.
Kali
die Herrin der Zeit, die Dunkle, Schwarze und Schreckliche. Das sind die möglichen Übersetzungen ihres Namens, der sich von Kaala ableitet, welches Für Schwarz und Zeit steht. Kali, sie ist die Göttin der Zerstörung und des Todes, sie ist blutrünstig und sie verkörpert den Zorn der Durga. Doch sie steht auch für die Erneuerung und den Schutz und ist ihren Anhängern (Dienern) stets eine verlässliche Hilfe. Man sieht sie auch als gnadenreiche Mutter und Erlöserin und in manchen Traditionen steht sich auch für alles, das manifest ist. Man stellt sie zumeist mit einer Girlande aus Totenköpfen dar, wenn sie auf dem Körper Shivas tanzt.
Sita & Radha
Wenn der erhaltende Aspekt des Göttlichen – Vishnu – auf der Erde inkarniert, dann ist stets Laxmi dabei. So war sie an der Seite Ramas als Sita und Krishna begleitete sie als Radha. Es gibt um die beiden unzählige Geschichten & Mythen und man findet ihre Skulpturen in fast jeden Haushalt in den privaten Pujas (Tempeln). Sita & Radha werden als hoechste Form der Göttin verehrt.
Saraswati
Sie ist die Göttin der Künste, der Muse und der Weisheit. Man nennt sie auch Mahavidya, das soviel wie große Weisheit bedeutet. Oftmals erscheint sie auch als Maha-Saraswati mit acht Armen. Man stellt sie in den meisten Fällen auf einem Lotus dar im Urmeer mit einer Vina in der Hand. Sie entstand in der Mythologie aus Brahma heraus während des Schöpfungsaktes.
Parvati
Sie ist die Gemahlin von Shiva und auch seine dynamische Kraft. Parvati ist die Tochter des Berggottes Himavat und der Bergnymphe Meena. Parvati bedeutet „Tochter der Berge“. Die Göttin Parvati ist sanft, anmutig und gütig und zudem die göttliche Mutter und Herrn über Leben & Tod. Shiva, der als Aspekt des reinen Bewusstseins gilt, ist ohne Parvati handlungsunfähig, da sie die Herrin über das manifeste Universum ist. Man verehrt sie sogar als das Universum. Ihr ist es möglich in den verschiedensten Formen zu erscheinen, wie beispielsweise Uma, dem Aspekt der idealen Frau, im patriarchalen Sinn gesehen.
Sati
Die Göttin Sati war Shivas erste Gemahlin und die Tochter von König Daksha. Sie war unsterblich in Shiva verliebt, den ihr Vater ablehnte. Dennoch hat sie die Hochzeit mit Shiva erreicht, doch der König konnte Shiva nicht akzeptieren, aufgrund seines äußeren und beleidigte ihn während einer Puja aufs Äußerste. Das interessierte Shiva aber nicht, doch Sati war wirklich sehr ärgerlich auf ihren Vater und verbrannte sich selbst. Sie inkarnierte dann später wieder als Parvati. Sati, sie steht auch fuer den Begriff der Witwenverbrennung in Indien.
Kundalini
Sie ist im Menschen die hoechste Manifestation der göttlichen Mutter und sie steht für das schlummernde Energiepotenzial, welches in jedem schlummert, welches man erwecken kann. Beispielsweise durch Yoga. Die in uns enthaltene Kraft wird als göttliche Mutter verehrt und man animiert sie, sich zu entfalten. Wörtlich bedeutet Kundalini „Die aufgerollte Schlange“, welche am unteren Ende der Wirbelsäule ruht. Wird sie erweckt, dann steigt sie langsam auf und bringt den Energiekörper zum Strahlen.
Ganga
Sie ist die Flussgöttin und gilt als Parvatis Schwester. Die Inder sehen den Fluss Ganges selbst als Göttin und als solcher wird er auch verehrt. Einst floss der Ganga durch die Milchstraße und wurde auf die Erde umgelenkt, durch die große Anstrengung des Weisen Baghiratha. Damit die Wassermassen aufgefangen werden konnten, hat Shiva seinen Kopf hingehalten und ließ das Wasser des Ganga von seinen Dreadlocks in sieben Strömen auf die Erde nieder fließen. Der Ganges ist der heiligste von den sieben heiligen Flüssen Indiens.
Gayatri
Die Manifestation des heiligen Gayatri-Mantra. Der Schöpfergott Brahma erschuf die Göttin Gayatri, als er auf seine Frau Sraswati wartet, für ein Ritual. Da er sehr ungeduldig war, schuf er sich eine neue Frau und hauchte ihr Leben ein, worauf ihn Saraswati verfluchte. Die Göttin ist teilweise auch mit der Sonnengöttin Saraswati und Savitri indentisch. Wie so viele Mantras, wird auch dieses Mantra als Göttin bzw. Gott gesehen.

Man findet die göttliche Mutter auch in anderen Kulturen, wie beispielsweise als Pancha Mama (Mutter Erde), im Schamanismus oder in der Jungsteinzeit als Magna Mater. Auch die alten Ägypter verehrten die göttliche Mutter in der Isis-Kultur und bei den Griechen und den Römern wurden die Göttinnen Demeter, Minerva, Venus und Gaia beispielsweise verehrt. Auch die Slaven, Inkas, Mayas, Germanen, Kelten und Azteken verehrten sie und zuletzt noch im Christum die Marienverehrung.