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Indien & Himalaya Königreiche

Kaiser Akbar

Jalaluddin Mohammed Akbar, geboren im Jahre 1542 in Umarkot, Madhya Pradesh und gestorben im Jahre 1605 in Agra, war der erste Timuride, der auf indischen Boden geboren wurde. Akbar, bekannt durch seine tolerante und weise Politik gegen Nichtmuslime hat auch dunkle Flecken in seinem Lebenslauf, wie beispielsweise das Masskar in Chitor.

Es heißt Akbar sei ein schwieriges Kind gewesen, was aber auch nicht verwunderlich ist, aufgrund seiner Kindheit. Er erlebte die Flucht seiner Eltern, war Faustpfand in dem Harem seines Onkels und seine weitere Jugend bestand aus einer einzigen Folge von Feldzügen. Der Grund war jener, dass immer ein Vertreter des Kaiserhauses im Heerlager anwesend zu sein hatte und so wuchs er unter Soldaten auf. Bereits mit neun Jahren erhielt er das formelle Oberkommando über die Einheiten seines Onkel Hindal, der im Kampf gefallen war und im Alter von 12 führte er bereits Schlachten in der Vorhut an.

Sicherlich wollte sein Vater seinem Sohn eine gute Erziehung zukommen lassen und auch Bairam Khan war darum bemüht, doch Akbar weigerte sich standhaft etwas zu lernen das nützlich war. Lehrer wurden gefeuert oder aber kapitulierten, denn es gelang ihnen nicht, den jungen Prinzen an das Lesepult zu locken. Akbar war mehr interessiert daran, wilde Kamele zu reiten oder sich später  immer wieder an Elefantenkämpfen zu beteiligen. Dieses gefährliche Spiel zu veranstalten, war nur dem Kaiser vorbehalten.

Die Nachricht von Humayuns Todessturz erreichte Akbar und seinen Regenten Bairam Khan, als sie sich gerade auf einem Feldzug im Punjab gegen Sikander Shah befanden. Somit hatte sich die Lage schlagartig verändert und Bairam Khan beschloss, den jungen Akbar zum Kaiser zu krönen. Es wurde in Windeseile die Krönungsplattform gemeißelt und dort nahm der erst dreizehnjährige Akbar im Februar 1556 Platz. Ab diesem Zeitpunkt war Akbar Herrscher über Hindustan, Afghanistan und der anderen Erbländer Baburs.

Viele kleine Herrscher erkannten ihn nicht an, somit hatte der Titel kaum Gewicht und das sein Anspruch durchgesetzt wurde, verdankte Akbar seinem Regenten Bairam Khan. Akbars mütterliche Verwandte machten ihren Einfluss geltend, bis zu seinem zwanzigsten Lebensjahr, wo er begann, die Regierung selbstständig auszuüben und somit war der Bruch zwischen ihm und Bairam Khan unausweichlich. Bairam Khan wurde im Jahr 1561 aus Blutrache während einer Pilgerfahrt im Gujarat ermordet.
Akbar begann damit seinen Weg, der größte Moghul-Kaiser der Geschichte zu werden.

Zuerst hatte Akbar die Aufgabe, das Reich, welches er geerbt hatte, zurückzuerobern und alle seine Konkurrenten auszuschalten. Sein bedeutendster Widersacher war Hemu, der sich selbst zum Herrscher ausrufen lassen wollte. Die Heere trafen wieder auf dem Feld von Panipat zusammen. Hemu hatte die Schlacht bereits gewonnen, als ihn ein Pfeil ins Auge traf. Er wurde vor Akbar gebracht und dieser tötete ihn mit einem Schwertstreich, um die Sicherheit seines Reiches zu gewähren. Durch die immer bessere Sicherheit seines Reiches ging Akbar neue Eroberungen an. Er wollte die Welt erobern und damit steht er in einer Reihe mit anderen großen indischen Fürsten, die sich gern Chakrawarti (Herr des Erdkreises) genannt hätten. Er zog eine Anzahl von tüchtigen Persern in seinen Dienst und zentralasiatische Adlige die Schlüsselpositionen im Moghul-Reich besetzten.

Später verbündete er sich mit den Rajputen und sicherte sich das Bündnis mit einigen der tüchtigsten Maharadschas sondern löste auch hartnäckige Probleme. Die Politik Akbars reichte dazu aus, einfache Allianzen zu schließen und so seine Oberherrschaft geltend zu machen. Die blutigen Schlachten stellten die ersten Kontakte her: 1567 und 1568 erklärte Akbar dem Rana von Chitorgarh (Mewar), Udai Singh Sisodia den Heiligen Krieg der Muslime gegen Nichtmuslime (Jihad). Das führte zu einem Massaker, wo etwa 25 000 Menschen durch die Einnahme von Udaipur starben. Nach dieser Demonstration seiner Macht ging er die diplomatischen Wege und warb um das Einverständnis der Integration.

Akbar war ein Staatsmann und Feldherr, der außerordentlich weitsichtig war. In den 50 Jahren seiner Herrschaft (1556 – 1605) formte er die Grundlagen des neuzeitlichen Indiens, als einer der bedeutendsten Kaiser der indischen Geschichte. Nachdem er seine Macht ausgeweitet hatte und Agra als Hauptstadt seines Reiches ausgewählt. Akbar war in den letzten Jahren verbittert, aufgrund der Rebellion seines Sohnes Salim, der an die Macht wollte. Aufgrund dessen das Salim der einzige Sohn war der überlebte, musste er ihn Schonen und es war recht schwierig den eigenen Sohn zu zügeln und somit einen friedlichen Thronwechsel zu vollziehen. Akbar starb im Oktober 1605 und wurde vor den Toren Agras in einem großartigen Grabmal beigesetzt, welches er sich zuvor erbauen ließ.