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Indira Gandhi

Sie ist nicht die Ehefrau von Mahatma Gandhi und auch keine Tochter, sondern Sie war die Tochter und einziges Kind von Jawaharlal Nehru. Hier sollte kurz erwähnt werden, dass Mahatma Gandhi nicht zu der Nehru-Gandhi-Familie gehörte, bzw. nicht mit ihr verwandt ist. Aufgewachsen ist Indra Gandhi, in einem Haushalt, der politisch sehr engagiert war und Ihr Vater entstammt einer vornehmen Brahmanenfamilie und somit gehörte er zu der angesehensten Gruppe innerhalb der Hindu-Gesellschaft. Geboren wurde Sie am 19. November 1917 in Allahabad im Staat Uttar Pradesh. Geprägt wird sie von dem starken politischen Engagement Ihres Vaters und Großvaters. Aber auch Ihre Mutter ist trotz der fortschreitenden TBC-Erkrankung stark in der Unabhängigkeitsbewegung aktiv gewesen.

Die Karriere der Indira Gandhi weist sehr große Parallelen zu Ihrem Vater auf und sie nutzte alle Möglichkeiten, die sich durch ihre wohlhabende und gebildete Familie bot. Sie besuchte Schulen in Indien und Europa und war schon in frühester Jugend politisch aktiv. So gründete sie die Jugendbewegung für die Unabhängigkeit Indiens und wurde im Jahr 1938, im Alter von 21 Jahren eine Abgeordnete des indischen National-Kongresses. Auch sie gerät wir Ihr Vater 1942 in Haft, das aber nur vorübergehend.

Zunächst scheint es so, als das die Beschränkungen die für Frauen in Indien gelten, für sie nicht relevant sind, doch nach der erneuten Inhaftierung Ihres Vaters 1942 für die nächsten fünf Jahre, beugt sie sich Ihren „weiblichen“ Schicksal und wird die Ehefrau von Shri Feroze Gandhi. Zwar bestehen keine Verwandtschaftsverhältnisse zu Mahatma Gandhi, doch erleichtert ihr der Name später ihre Karriere.

Als ihre Söhne Teenager waren, kehrte Indira zurück in die Politik und wurde 1959 die Präsidentin des indischen National-Kongresses. Das war der erste Schritt auf Ihrer Karriereleiter. Denn wer über Indien „herrschen“ will, der muss die Herrschaft über die wichtigste indische Partei haben. Im Jahr 1960 verstirbt Shri Feroze Gandhi und dann 1964 ihr Vater Jawaharlal Nehru, welches der Startschuss war für ihren Eroberungsmarsch im Staat.

Zuerst sammelte sie als Presse- und Informationsministerin administrative Erfahrungen und 1966, nach dem Tod von Shastri, dem Nachfolger Nehrus, Ministerpräsidentin werden konnte. Jedoch schneidet ihre Partei bei den Parlamentswahlen nicht gut ab, doch Indira gelang es durch die Hilfe der wechselnden Koalitionen im Amt zu bleiben bis 1977. Sie beschreitet zuerst weiterhin den politischen Weg ihres Vaters, entscheidet sich später aber diesen zu verlassen. Sie schaffte es Pakistan zu spalten und dieses stark zu schwächen und somit wurde Indien zur stärksten Macht des Subkontinents. Doch was die Weltpolitik angeht, folgt sie nach wie den Ideen ihres Vaters. In den innerpolitischen Belangen bezieht sie ihren Sohn Sanjay ein, der 1980 bei einem Flugzeugabsturz umkommt, danach tritt ihr ältester Sohn Rajiv die Nachfolge an.

Dann wird Indien von den innerpolitischen Problemen im Jahr 1984 eingeholt und Indira Gandhi wir von ihren eigenen Leibwächtern im Oktober 1984 ermordet, die den fundamentalistischen Sikhs angehören. Deren Heiligtum der Goldene Tempel in Amritsar, wurde zum Zentrum der Unruhen im Bundesstaat Punjab, der zuvor gestürmt worden war, aufgrund Indira Gandhis Anordnung.