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Indien & Himalaya Königreiche

Jawaharlal Nehru

Geboren am 14. November1889 in Allahabad und ebenso bekannt als Pandit Nehru war er der erste Ministerpräsident Indiens in der Zeit von 1947 – 1964.

Jawaharlal Nehru war der erste Sohn eines wohlhabenden Rechtsanwaltes, der zudem einer der führenden Politiker es Indian National Congress war. Seine Erziehung war westlich und wurde zunächst von einem theosophischen Hauslehrer durchgeführt. Die weitere schulische Ausbildung genoss er dann in Harrow/England, wo er im Anschluss dann Biologie an der Cambridge University und Rechtswissenschaften in London studierte sowie eine Rechtsanwaltsausbildung im Inner Temple absolvierte.

Nach einer Europareise kehrte er nach Indien zurück und wurde 1917 der Privatsekretär von Mahatma Gandhi, welches auch zu einer politischen Annäherung zwischen Motilal Nehru und Gandhi führte. 1918 dann wurde Jawaharlal Nehru Mitglied des all-indischen Kongresses.

1922 wurde er verhaftet, da er sich an den Aktionen des zivilen Ungehorsams beteiligte. Es folgen noch viele weitere Gefängnisaufenthalte und ab 1929 dann, war er neben Gandhi ein Führer der Unabhängigkeitsbewegung. Zum Vorsitzenden des Indischen Nationalkongresses wurde er 1930 gewählt, als Nachfolger seines Vaters. Erneut wurde Nehru im Jahr 1942 verhaftet und erst drei Jahre später wieder freigelassen, da die Verhandlungen zwischen dem Nationalkongress, der Moslem-Liga und der britischen Regierung begannen und Gandhi sowie Nehru maßgeblich daran beteiligt waren.

Jawalhara Nehru gehörte der ersten provisorischen Regierung im Jahr 1946 als stellvertretender Präsident an und am 15. August 1948 wurde Indiens Unabhängigkeit erreicht. Das war der Zeitpunkt, das Nehru zum ersten Ministerpräsidenten und gleichzeitig zum Außenminister Indiens gewählt wurde.

Durch Gandhis Ermordung rückten die Politiker näher zusammen und der Vertrag von Delhi im Jahr 1949 garantierte die Minderheitenrechte in beiden Staaten. Nehru überlegte zurückzutreten als Rajendra Prasad der erste Präsident Indiens wurde, legte dieses Vorhaben aber wieder beiseite. Im Jahr 1952 dann gab es die ersten freien Wahlen in Indien und die Kongresspartei Nehrus wurde zur stärksten politischen Kraft.

Seine politischen Ideen waren besonders, denn er trat für in Indien ein, welches demokratisch und säkular sein sollte und dessen Wirtschaft sozialistische Züge enthält. Durch Nehru wurde auch der Begriff „Dritte Welt“ geprägt und er war in der Außenpolitik ein Wegbereiter für die Bewegung der Blockfreien Staaten. Er starb am 27. Mai 1964 in Neu-Delhi im Amt und 2 Jahre nach seinem Tod wurde seine Tochter Indira Gandhi die Premierministerin von Indien.