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Indien & Himalaya Königreiche

Rajiv Gandhi

Rajiv Gandhi, Sohn von Indira und Feroze Gandhi wurde am 20.August 1944 in Mumbai, dem damaligen Bombay geboren und kam aufgrund eines Selbstmord-Attentats am 21. Mai 1991 in Sriperumbudur ums Leben.

Er war mit Sonia Gandhi verheiratet, die aus einer italienischen Familie stand und die sich später ebenfalls in der Politik engagierte und auch heute noch tätig ist. Rajiv heiratete Sonia im Jahr 1968. Die beiden hatten sich auf einer Sprachschule in Cambridge kennen und lieben gelernt. Aus der Ehe stammen zwei Kinder, Rahul und Priyanka.

Er genoss seine schulische Ausbildung wie alle Nehru-Gandhi Kinder teilweise in Indien und England. Er studiert an dem Imperial College London und hat sich nie für die Politik in seinem früheren Leben interessiert. Rajiv Gandhi war zuerst Pilot der staatlichen Fluggesellschaft Indian Airlines, als jedoch sein Bruder bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, wurde Rajiv in der Politik aktiv, anstelle seines Bruders, der die Familientradition bereits angetreten hatte.

Im Jahr 1983 wurde er zum Generalsekretär der Kongresspartei von seiner Mutter ernannt. Aufgrund seiner innerparteilichen Reformen, die er erließ sowie dem Kampf gegen die Korruption, brachte ihm den Spitznamen Mr. Clean – auf Deutsch Saubermann – ein. Seine Schwägerin Maneka Gandhi war seine heftigste Kritikerin.

Die führenden Politiker und Präsident Zail Singh drängten Rajiv Gandhi nach dem Tod seiner Mutter dazu, sich der Wahl zum Premierminister zu stellen. Mit einem Endrutschsieg gewann er auch die allgemeinen Wahlen, zwei Monate nach seiner Ernennung und wurde zudem Vorsitzender der Kongresspartei.

Es war auch seine Amtszeit, als die ersten Friedensgespräche mit Pakistan geführt wurden sowie der Aussöhnungsversuch mit den Rebellen auf Sri Lanka. Rajiv Gandhi hatte einen doch sehr gegengesetzten politischen Stil im Gegensatz zu seiner Mutter, Rajivs war liberal. Zudem machte ihn seine sehr sicheres Auftreten im Ausland sehr beliebt.

Ein erstes Attentat wurde auf ihn verübt, während des Abschreitens der Ehrenformation, von einem Mitglied des Wachbataillons, der mit einem Gewehrkolben auf ihn einschlug. Jedoch verfehlte dieser den Kopf und traf nur Rajivs Schulter, sodass er dieses Attentat nahezu unverletzt überstand. Im Jahr 1989 unterlag er bei den Wahlen, da er nicht in der Lage war die versprechen, die er gegeben hatte, einzuhalten, bzw. einzulösen. Zudem musste er mit einer hohen Inflation kämpfen und auch noch einen Bestechungsskandal innerhalb der Partei verarbeiten. Dieser war aufgekommen durch den schwedischen Rüstungskonzern Bofors. Als Vorsitzender der Partei versuchte er weiterhin auf die indische Politik Einfluss zu nehmen und unterstützte auch für eine kurze Zeit Chandra Shekhar, den neuen Premierminister. Dieser führte eine Minderheitsregierung, mit der Duldung von Gandhis Partei.