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Indien & Himalaya Königreiche

Hanuman – der Affengott

Gott Hanuman

Der Affengott Hanuman ist einer der populärsten Götter in Indien. Er ist der Sohn des Windes und gilt auch als eine Inkarnation von Shiva. Hanuman verehrt Rama und Sita sehr, welche die Inkarnationen von Vishnu und Lakshmi sind. Er steht als Affe dafür, dass jeder zu Gott kommen kann und da er der Sohn des Windes ist, ist er der Schutzherr von Pranayama. Zudem symbolisiert er den menschlichen Geist, der durch Bhakti (tiefe Hingabe) zu einer höheren Bewusstseinsebene gelangen kann. Es war Hanuman möglich, sich sowohl sehr klein zu machen, als auch sehr groß. Denn einem Bhakta, einem Gottesverehrer ist es möglich sehr demütig zu sein, aber dennoch ist er bereit, Verantwortung zu übernehmen.

Hanuman wächst am Dienst über sich hinaus, so heißt es auch: Glaube kann Berge versetzen! Es war ihm möglich, aufgrund seiner Hingabe zu Rama (Inkarnation Gottes) über die Meerenge von Indien nach Sri Lanka zu springen und es gelang ihm, einen Berg mit heilenden Kräutern vom Himalaya nach Ceylon zu transportieren.

Es ist Hanuman möglich, jede erdenkliche Gestalt anzunehmen und in den hinduistischen Götterepen spielt der Affengott eine große Rolle als Kriegsheld. Kraft und Klugheit wuchsen seit seiner Geburt stetig von Jahr zu Jahr in ihm an.

Die Geschichte Hanumans

Hanuman traf eines Tages den Gott Rama und dessen Bruder Lakshman. Die beiden waren auf der Suche nach Sita, der Ehefrau Ramas, die von dem Dämon Rawana entführt wurde. Er erkannte, dass er dazu auserkoren war vom Schicksal, Rama zu dienen und so sammelte er eine Armee um sich, damit er Sita finden und befreien konnte.

Sie fanden das Versteck in Lanka und der Affengott nahm die Gestalt eines normalen Affen ein, schlich sich in den Palast, in dem er Sita fand, die von Dämonen bewacht wurde. Bei dem Anblick des sprechenden Affen erschrak Sita und Hanuman zeigte ihr einen Ring Ramas als Beweis seiner guten Absicht. Doch sie weigerte sich von ihm gerettet zu werden, da dadurch die Ehre Ramas verletzt würde, wenn er seine Frau nicht selbst rettet. Aufgrund dessen zerstörte er mit seiner Armee den Palast und die Stadtmauern und tötet eine Vielzahl der Wachen. Der Dämonenking Rawana setzten den Schwanz des Affengottes in Brand im Rahmen der Gegenwehr. Dieser nahm daraufhin eine riesige Gestalt an und setzte mit seinem Schwanz die ganze Stadt in Brand. Anschließend holte der Affengott Rama, der seine Frau Sita aus Lanka befreite. Als sie zurück in Ramas Heimat waren, wollte die Affenarmee sich auf die Heimreise machen, doch Hanuman entschloss sich zu bleiben, als Zeichen der Treue zu Rama. Sugriwa der Affenkönig forderte daraufhin ein Zeichen der Treue. Daraufhin riss sich Hanuman die Brust auf in der er ein Bild von Rama und Sita trug. Aufgrund seiner totalen Hingabe (Bhakti) wird er von der Bhakti-Bewegung auch als mächtiger Magier und Meister über die Zauberkräfte (Siddha) verehrt.

Wegen der Heiligkeit von Hanuman haben die in den ihm geweihten Tempel lebenden Affen eine absolute Narrenfreiheit und werden von den Pilgern gefüttert.

Der wichtigste Feiertag ist Hanuman Jayanti. Dieser Tag gilt als sein Geburtstag und wird im März/April gefeiert. Die Gläubigen besuchen dann seine Tempel und bestreichen seine Statue mit roter Pulverfarbe und Sindur. Zudem schmücken sie es mit Blüten.