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Indien & Himalaya Königreiche

Lakshmi – sie ist wie eine Mutter

Sie gibt einfach alles, was eine Mutter zu geben hat, wenn es um die Bedürfnisse der Lebewesen auf der Erde geht. Lakshmi ist die Göttin, des Reichtums, der Fülle und der Schönheit. Sie repräsentiert auf der spirituellen Ebene die Ansammlung von positiven Charaktereigenschaften.

Man bezeichnet sie auch als die Glücksgöttin. Lakshmi ist die Gemahlin von Vishnu und sie ist die Kraft, welche die Schöpfung enthält. Vishnu verfügt über jeglichen Reichtum, den er durch sie manifestiert.

Lakshmi segnet all ihre Anhänger mit „goldener Hand“ mit Wohlstand. Aber nur dann, wenn diese sie mit ganzem Herzen verehren. Als Wohlstand wird nicht nur der einfache materielle Reichtum bezeichnet, sondern dazu gehören auch die moralischen und ethischen Werte, die mentale Kraft, die intellektuelle Stärke sowie die noblen Aspekte des Lebens.

Eine Lotusblüte ist ihr Sitz, das bedeutet, dass sie sich auf der höchsten Realität etabliert hat. Dargestellt wird sie grundsätzlich mit vier Händen, wovon zwei den Lotussee halten und die beiden anderen erteilen den Segen und aus einer dieser Hände rinnen Goldstücke herab, welche in den meisten Fällen als Geld interpretiert werden.

Die Mythologie um Lakshmi

Über die Göttin Lakshmi berichteten bereits die Veden und der Mythologie zufolge entstieg sie aus dem Milchozean, als dieser durch die Götter und Dämonen aufgewirbelt wurde, da sie auf der Suche nach Amrita waren. Amrita ist der Trank der Unsterblichkeit, man nennt ihn auch Ambrosia. Weiterhin berichtet die Mythologie, dass sie Vishnu als Gatten wählte, nachdem sie dem Wasser entstiegen war.

Die Darstellung der Göttin

Die Göttin ist auch bekannt als Gajakshmi. Die bekanntesten Darstellungen zeigen sie entweder stehend oder sitzend auf einer Lotusblüte. Dabei wird sie von zwei Elefanten flankiert, welche Wasser über sie gießen. Diese Darstellungsform von Lakshmi ist oftmals an den Dashvatara-Tempeln zu sehen, was als Glückszeichen in Indien gilt.

Andere Darstellungen zeigen sie zusammen mit Vishnu, ihrem Ehemann und dann wird sie nur mit zwei Händen gezeigt. Nur wenn sie allein dargestellt wird, hat sie vier Hände.

Es gibt auch Ikonen oder Bildnisse von Lakshmi, die sich mit einem Lotus, einer Muschel und einem Topf zeigt. In diesem Topf befindet sich der Unsterblichkeitstrank Amrita. Des Weiteren hält sie eine Bilva-Frucht.

Bei der acht-armigen Darstellung, die es auch gibt, kommen dann noch Pfeil und Bogen dazu sowie eine Keule und ein Diskus. Dann ist sie Mahalakshmi (die große Lakshmi) und ein Aspekt von Durga. In diesem Fall ist sie dann auch nicht die Gattin von Vishnu. Man findet auch Überschneidungen mit der Göttin Sarasvati.

Weitere Namen von Lakshmi

Lakshmi, auch Shri-Lakshmi genannt, ist als Shri ein Attribut von Vishnu und erscheint an dessen Körper als Symbol, beispielsweise in Form eines Dreiecks. Weitere Erscheinungsformen sind die Göttinnen Bhudevi oder Bhumidevi, Buddhi und Siddhi, was übersetzt (in gleicher Reihenfolge) Personifikation der Erde, Wissen und Erfolg sowie Vollendung bedeutet.

Teilweise verbindet man sie mit Ganesh, denn sie erscheint ab und an als dessen Shakti. In den bengalischen Versionen ist ihr Begleittier eine Eule, und wenn sie unter dem Namen Vaishnavi auftritt, dann ist sie eine der sieben oder acht Mütter.

Wenn Vishnu sich inkarniert, dann verkörpert sich auch Lakshmi und ist sein treuer Begleiter. So war sie Ramas Ehefrau Sita, oder Radha die Ehefrau Krishnas. Teilweise erscheint sie auch als Maya, die Göttin der Illusion des Universums.

Bei dem Diwali Fest (Lichterfest) in Indien, ist der dritte Tag des Festivals der Göttin Lakshmi geweiht.