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Indiens Weltkulturerbe – Die Hügelfestungen von Rajasthan

Jaipur Fort


Jaipur Fort Amber - der Name stammt von der Göttin Amba Mata (Mutter Erde)

Jaipur FortWie alle Hügelfestungen auf der Aravallis Hügelkette wurde auch das Amber-Fort erbaut, um die Stadt zu sichern und sich vor Eindringlingen zu schützen. Damit die Bewohner gut geschützt werden konnten, war es nötig die Festungen auf einer Erhöhung bzw. einem Berg zu erbauen, denn so konnte man die Eindringlinge schon aus weiter Ferne ausmachen. Jaipur Amber Fort – liegt ca. 11 km nördlich von Jaipur. Das Fort selbst ist von allen Seiten natürlich geschützt. Doch auch Bastionen und Tore, welche von bewaffneten Streitkräften besetzt waren, dienten der Sicherheit. Man kann durchaus behaupten, dass die damaligen Maharajas sehr große Baumeister waren, welche sich, wenn sie einmal eine Idee für eine Hügelfestung hatten, diese dann doch sehr geschmackvoll umsetzten.

Die Geschichte des heutigen UNESCO-Weltkulturerbes

Während der Mogulherrschaft gelang es der fürstlichen Familie von Amber durch die scharfsinnige Diplomatie des Fürsten Bharmal eine führende Position zu behalten. So schlossen sich dem Mogulkaiser Babur unter der Führung von Maharana Sanga die Kachhawaha dem Rajputenbund an. Doch der Bund wurde vernichtend geschlagen, und als dann der Mogulherrscher Akbar den Thron bestieg, und begann sein Reich aufzubauen, akzeptierten die Kachhawaha die Moguls in Indien. Sie bevorzugten den Weg des Bündnisses anstelle eines Kampfes. Die Politik die Bharmal ausführte, brachten vielen Generationen große Vorteile und so entwickelten sie sich sehr schnell zu einem der mächtigsten und wohlhabendsten Rajputen-Geschlechter.

Die Beziehung zwischen den Kachhawahas und Akbar war eng. Akbar besuchte oft den heiligen Schrein von dem Sufi Heiligen Sheikh Muinuddin Chisti in Ajmer. Die Straße von Delhi nach Ajmer führte durch das Kachhawahas Gebiet und auf solch einer Reise gab Raja Bharmal Akbar seine Tochter zur Frau. Somit erkannte er die Hoheit Akbar an, und da der Mogulherrscher keine Kinder hatte, war das Kind Thronfolger, das die Rajputen-Prinzessin gebar. In späteren Jahren dann trat Prinz Salim, der unter dem Namen Jahangir bekannt wurde, die Thronfolge seines Vaters Akbar an.

Amber war die ehemalige Hauptstadt der Kachhawaha Dynastie und wurde von dem Maharaja Man Sing I, welcher ein alliierter des Kaisers Akbar war im Jahre 1592 erbaut und durch den späteren Maharaja Sawai Jai Singh II erweitert. Bei der Hügelfestung von Amber handelt es sich um ein besonderes Zeugnis der Rajputen Architektur, denn hier wird die vorzügliche strategische Lage besonders deutlich.

Das Innere von Amber Fort

Im Inneren des Forts findet man Gärten, den Palastbereich, einen Kali-Tempel, Singh Pol (das Palast Tor), die öffentliche Audienzhalle, das Ganesh Pol, den Spiegelpalast, den Haremsbereich sowie vieles mehr. Hier nur wenige der vielen Sehenswürdigkeiten von Amber Fort aufgezählt:

Der Palastbereich

Der Weg führt im Zickzack hinauf und als Erstes gelangt man zum Vortor, dem Suraj Pol – Sonnentor – dahinter dann befindet sich ein weiläufiger Innenhof (Jaleb Chowk), wo sich heute zahlreiche Imbissbuden befinden und sich Elefanten und Affen ein Stelldichein geben. Zu den Zeiten der Rajputen wurden hier die Pferde und Elefanten der Besucher zurückgelassen, welche zum Regenten kamen. Bei diesem Platz handelt es sich um die letzte Erweiterung des Forts, bevor die Hauptstadt verlegt wurde.

Die Palastanlage selbst ist ein aus mehreren Höfen bestehender Komplex, der treppenförmig und rechteckig angelegt ist und der zwischen 1600 und 1727 in mehreren Bauabschnitten entstand. Ein burgartiger Charakter entsteht durch die senkrechten Wände, die mit turmartigen Bastionen und kleinen Balkonen versehen sind.

Wenn man einen Rundgang durch die verschiedenen Teile der Privatgemächer macht, dann entsteht der Eindruck, dass die Rajputen, die räuberische und grausame Feldzüge führten um zu Macht und Reichtum zu gelangen, ihr Leben in einer Umgebung führen wollten, die Ruhe ausstrahlt.

Der Kali-Tempel

Neben der Treppe, die zur nächsten Ebene führt, befindet sich der Shila Devi Tempel, in der eine Statue der Göttin Kali aufgestellt ist. Diese Statue wurde im Auftrag Akbars nach einem erfolgreichen Feldzug zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Bengalen nach Amber gebracht. Noch heute dienen in dem Tempel die Priester über viele Generation hinweg und ganz besonders bemerkenswert sind die Silberarbeiten an der Tür sowie die silbernen Löwenfiguren zu den Füßen der Kali-Statue.

Das Palast-Tor – Singh Pol

Den nächst höher liegenden Hof, der in der Mitte des 17. Jahrhunderts dem Fort hinzugefügt wurde, erreicht man durch das Palast Tor (Singh Pol), wobei es hier eine 90-Grad-Wendung nach links bedarf. Dieses wurde aus strategischen Gründen angelegt, denn so war es Angreifern nicht möglich, frontal anzugreifen.

Diwan-I-Am – die öffentliche Audienzhalle

Zum zweiten Hof gelangt man vom Innenhof über eine breite steile Treppe, an der sich auch der riesige Audienzsaal befindet. Diwan-I-Am ist aus prachtvollem weißen Marmor errichtet und hier hielten die Maharajas ihren offiziellen Empfänge ab.

Das Dach ist Baldachin artig erstellt und ist mit einer sogenannten Spiegeldecke versehen. Hier orientierte man sich an den Bauwerken von Kaiser Akbar, obwohl diese ursprünglich der altindischen Bauweise entstammten. Dieser Bau war so außergewöhnlich, dass er den Neid in dem Mogulherrscher Jahangir (Akbars Sohn) entflammt haben soll und dieser duldete keine prachtvolleren Bauten in dem Besitz seiner Untertanen. So ordnete er an, das Bauwerk zu zerstören, doch bevor das passieren konnte, war die Audienzhalle mit Stuck überzogen und somit verunstaltet. Das ließ keinen Zweifel daran, das Jahangir die prächtigsten Bauten besaß. Der Herrscher war zufrieden, die Kostbarkeit der Halle gerettet.

Das UNESCO-Weltkulturerbe Amber Fort

All die großartigen Bauten, Tempel, Innenhöfe und Gartenanlagen, die heute noch in Amber Fort zusehen sind, machen es dem Besucher verständlich, warum sich die UNESCO dafür einsetzt, dass dieses Kulturerbe bestehen und vor allem geschützt werden muss. Amber Fort erzählt die lange Geschichte des Rajputen Geschlechts und der Mogulherrscher. Jaipur Amber Fort ist ein UNESCO-Weltkulturerbe, das man auf jeden Fall gesehen haben muss, wenn man Rajasthan in Indien einen Besuch abstattet.

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