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Namdapha-Nationalpark – Indiens Nationalparks

Geschichte des Namdapha-Nationalparks

Nationalparks nehmen in Indien einen hohen Stellenwert ein. Sie sind ökologisch wertvolle und über natürliche Schönheit verfügende Gebiete, die wirtschaftlich nicht genutzt und vor menschlichen Eingriffen geschützt werden. Vor allem in den 90er Jahren wurden infolge aussterbender Rassen weiträumige Gebiete im Nordosten Indiens errichtet, da dort eine vielseitige Tierwelt vorgefunden wurde. Zu den bekanntesten Schutzgebieten gehört dabei der Namdapha-Nationalpark. Dieser wurde im Jahr 1983 im Auftrag der Regierung zum Nationalpark ernannt und wird seitdem durch besondere Maßnahmen der Regierung geschützt. Im Vordergrund stehen hauptsächlich Gattungen, die vom Aussterben bedroht sind. Um die genetische Vielfalt zu behalten, bemüht sich die Regierung Indiens des Weiteren auch um die Erhaltung von Korridoren, die zwischen benachbarten Nationalparks als Überbrückung fungieren.

Namdapha Nationalpark

Geografische Lage des Namdapha-Nationalparks

Der Namdapha-Nationalpark steht für ein Schutzgebiet im nördlichen Osten Indiens. Der knapp 2.000 Quadratkilometer große Nationalpark befindet sich dabei im Bundesstaat Arunachal Pradesh. Er wird im Westen durch den Noa-Dihing-Fluss eingegrenzt, während im Norden das Kamlang-Wildreservat eine natürliche Grenze bildet. Daneben erheben sich im Süden des Nationalparks Bergketten, die bis nach Myanmar reichen. Somit reichen auch die Höhenlagen aufgrund der bergigen Landschaft von 200 Meter bis 4.571 Meter über dem Meeresspiegel. Ferner leben im Namdapha-Nationalpark etwa 10.000 Menschen, die sich in 27 Dörfern ansiedeln. Darunter stellen die stellen die Chakma, ein tibeto-birmanisches Volk mit buddhistischer Prägung, die Mehrheit dar.

Flora und Fauna des Namdapha-Nationalparks

Aufgrund der großen Fläche des Nationalparks und der stark variierenden Höhenlagen gestaltet sich auch die Vegetation äußerst vielseitig. So reichen die Wälder von ariden und tropischen Bedingungen bis zu subalpinen Zonen. Dementsprechend erscheint auch die Tierwelt reichhaltig und umfasst Arten des tropischen Südostasiens, ebenso wie auch Gattungen des ariden Südostasiens. Der Namdapha-Nationalpark stellt sich dabei als einzigartiger Ort dar, insofern, dass er seltene Säugetiere und Reptilien enthält. Exemplare des Bengalischen Tigers, des Indischen Leoparden und des Nebelparders nehmen dabei einen besonders hohen Stellenwert ein. Hinzu kommt eine Vielzahl an aussterbenden Raubtieren, wie zum Beispiel der asiatische Wildhund, der Kragenbär oder der Schneeleopard. Zu den bedeutenden Pflanzentieren gehören hauptsächlich Elefanten, Gauren und wilde Wasserbüffel, während unter den tropischen Gebirgstieren Gorale, Seraue, Takins eine wichtige Rolle spielen. Schließlich sind im Namdapha-Nationalpark auch sieben verschiedene Affenarten vertreten, wobei für einige Exemplare, wie zum Beispiel für den Hulock-Gibbon, der Nationalpark eines der letzten Refugien darstellt. Einigen Untersuchungen aus den Jahren 2006 und 2007 zu Folge beherbergt der Namdapha-Nationalpark geschätzt 70 Säugetierarten und 230 Vogelarten. Somit gilt der Nationalpark aufgrund seiner vielseitigen Tierwelt als eines der wichtigsten Gebiete Indiens und wird durch besondere Maßnahmen der Regierung vor menschlichen Eingriffen geschützt.